Zusammenhang zwischen Adipositas und dem Krankheitsverlauf von COVID-19

Dr. Viktor Weinrauch (Graz / Stmk)

Facharzt für Innere Medizin

Dr.Weinrauch1

Adipositas gehört neben Herz-Kreislauf-Störungen und einem Diabetes zu den Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung. Dies geht aus mehreren aktuellen Untersuchungen hervor.

Bei Einweisung ins Krankenhaus aufgrund einer SARS-CoV-2-Infektion ist etwa die Hälfte der Patienten von Adipositas betroffen (1, 3). Ein BMI ab 35 kg/m2 ist dabei ein Risikofaktor für eine Intensivbehandlung (1), auch bei jüngeren Patienten unter 60 Jahren (2). Übergewicht erhöht dabei das Risiko für eine schwere Lungenentzündung um 86%, mit Adipositas steigt das Risiko um 142% (4). Bislang konnte nicht vollständig geklärt werden, ob Adipositas in kausalem Zusammenhang mit einem schweren Krankheitsverlauf steht (1). Folgende Aspekte könnten eine Rolle spielen (1):

  • Adipöse Patienten haben oft eine eingeschränkte Sauerstoffversorgung (4)
  • Dauerhafte Entzündung durch im Fettgewebe produzierte pro-inflammatorischer Stoffe (5)
  • Adipositas ist assoziiert mit einer verminderten Immunantwort (4)

 

Mit den myLINE Programmen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Patienten mit Übergewicht nachhaltig zu therapieren und somit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung zu senken.

Folgende Vorteile können Sie Ihren Patienten dadurch bieten:

+ Gesunde und nachhaltige Reduktion des Übergewichts

+ Regelmäßige Erfolgskontrollen, um gezielt die Körperfettmasse zu reduzieren

+ Fachlich kompetente Betreuung durch Arzt und / oder Diätologen

 

1. Kalligeros M, Shehadeh F, Mylona EK, Benitez G, Beckwith CG, Chan PA, Mylonakis E. Association of Obesity with Disease Severity among Patients with COVID-19. Obesity (Silver Spring). 30.4.2020. doi: 10.1002/oby.22859.
2. Lighter J, Phillips M, Hochman S, Sterling S, Johnson D, Francois F, Stachel A: Obesity in patients younger than 60 years is a risk factor forCovid-19 hospital admission Clinical Infectious Diseases. https://doi.org/10.1093/cid/ciaa415
3. Garg S, Kim, L, Whitaker M et al: Hospitalization Rates and Characteristics of Patients Hospitalized with Laboratory-Confirmed Coronavirus Disease 2019 — COVID-NET, 14 States, March 1–30,2020 https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6915e3.htm
4. Qingxian C, Fengjuan C, Fang L, Xiaohui L, Tao W, Qikai W, Qing H, Zhaoqin W, Yingxia L, Jun C, Lei L, Xu L: The Lancet Infectious Diseases, SSRN-Papers: Obesity and COVID-19 severity in a designated hospital inShenzen, China https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3556658
5. LeeH, Lee I S,ChoueR: Obesity, Inflammation and Diet Pediatr Gastroenterol Hepatol Nutr. 2013 Sep; 16(3): 143–152

Wenn alles still steht: Wie der myLINE-Alltag in der Lock-Down-Phase aussehen kann

Dr. Birgit Pateter (Fließ / Tirol)

Ärztin für Allgemeinmedizin

Dr. Pateter

Dr. Birgit Pateter konnte gemeinsam mit ihrer Diätologin ihre myLINE Beratungsstelle in Fließ in Tirol sehr erfolgreich durch die Corona-Phase bringen und erzählt in einem Interview über ihre Erfahrungen:

myLINE: Wie haben Sie es geschafft, Ihre myLINE Teilnehmer während der Corona-Phase zu betreuen?

Dr. Pateter: Alle Teilnehmer wurden telefonisch von unserer Partner-Diätologin Fr. Judith Stadelwieser zu Beginn der Corona-Zeit kontaktiert und darüber informiert, dass die Beratung auf telefonische Betreuung umgestellt wird. Es wurden regelmäßige Telefon-Termine alle 10 bis 14 Tage vereinbart, um in Kontakt zu bleiben.

myLINE: Wie hat sich die Anzahl Ihrer myLINE Teilnehmer entwickelt?

Dr. Pateter: In dieser Zeit haben sogar 4 neue Teilnehmer mit myLINE in der Teleberatung gestartet. Diese haben von der guten und professionellen Betreuung durch Mundpropaganda erfahren. Die BIA-Messungen wurden bei Bedarf in der Ordination nachgeholt.

myLINE: Wie haben Sie die Telefon-Beratungen organisiert?

Dr. Pateter: Ich war mit meiner myLINE Diätologin Fr. Stadelwieser immer sehr gut vernetzt und wir sind in regelmäßigen Kontakt gewesen. Fr. Stadelwieser hat mithilfe der von myLINE zur Verfügung gestellten Hilfsmitteln die regelmäßigen Telefon-Beratungen durchgeführt. Die Teilnehmer haben die myLINE Mahlzeiten direkt nach Hause geliefert bekommen, da wir über das Bestellformular einfach und schnell bestellen konnten.

myLINE: Wie haben Teilnehmer auf die neue Situation reagiert?

Dr. Pateter: Das Teleberatungskonzept wurde auch von langjährigen Teilnehmern sehr gut angenommen. Auch in Zukunft wird diese Beratungsform ergänzend zur Beratung vor Ort angeboten werden. So stellen wir uns perfekt auf die individuelle Situation der Teilnehmer ein.

Saxenda® perfekt in Kombination mit myLINE

Dr. Günther Schönhuber (Linz / OÖ )

Arzt für Allgemeinmedizin

Dr Schönhuber

Was ist Saxenda®?

Saxenda® ist ein rezeptpflichtiges Medikament zur Gewichtsabnahme der Firma Novo Nordisk Pharma GmbH, das den Wirkstoff Liraglutid in einem Fertigpen enthält und 1x tgl. subkutan gespritzt wird. Es gleicht dem natürlichen Hormon GLP-1, das nach einer Mahlzeit aus dem Darm freigesetzt wird. Saxenda® wirkt auf Rezeptoren im Gehirn, die den Appetit regulieren, und löst durch verzögerte Magenentleerung ein gesteigertes Sättigungsgefühl und reduziertes Hungergefühl aus. Das kann unterstützend wirken, die Nahrungsaufnahme zu drosseln und Körpergewicht zu reduzieren.

Wofür wird Saxenda® angewendet?

Saxenda® wird als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und gesteigerter Bewegung zur Gewichtsabnahme bei Erwachsenen ab 18 Jahren angewendet, mit einem BMI von ≥ 30 oder einen BMI ab 27 und Diabetes, Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten oder Atemproblemen im Schlaf.

Warum ist die Kombination mit myLINE ideal?

Saxenda® wird nur in Kombination mit einer kalorienreduzierten Diät und gesteigerter körperlicher Aktivität empfohlen.

In den myLINE Programmen wird mittels fachlicher Beratung durch einen Arzt oder Diätologen eine individuell angepasste Diät begleitend durchgeführt. Die vom Hersteller empfohlene und langfristig erwünschte Ernährungsumstellung wird durch die myLINE Programme möglich.

Regelmäßige Verlaufskontrollen mit der BIA-Messung im myLINE Programm können in Kombination mit den hochwertigen myLINE Mahlzeiten eine qualitative Malnutrition ausschließen.

Die appetitzügelnde Wirkung von Saxenda® und die damit einhergehende reduzierte Essensaufnahme, birgt die Gefahr einer qualitativen Malnutrition. Eine ausreichende Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen muss auch bei reduziertem Appetit sichergestellt werden. 

myLINE Mahlzeiten als therapeutischer Ansatz:

+ myLINE Mahlzeiten bieten in kompakter Form alle Nährstoffe bei max. 250kcal pro Mahlzeit. Sie enthalten 20g hochwertiges Eiweiß sowie mind. 30% des Tagesbedarfs an Mikronährstoffen pro Portion.

+ Die angepassten Portionsgrößen bei der Zubereitung der myLINE-Mahlzeiten stellen auch bei reduziertem Appetit kein Problem dar. Bei Bedarf kann jede gewählte Mahlzeit auf zwei kleinere Portionen aufgeteilt werden.

+ Durch das 3-Mahlzeiten-Prinzip bei myLINE kann sichergestellt werden, dass die Nährstoffe über den Tag verteilt verzehrt und somit optimal resorbiert werden können.

+ Nebenwirkungen wie Obstipation und Diarrhoe können durch duobiota® mit seinen löslichen Ballaststoffen als Therapeutikum gemindert werden. Dazu bis zu 5 Messlöffel duobiota® täglich.

+ Alternativ zum myLINE Programm sollte der Ernährungsmediziner auf eine ausreichende Eiweißzufuhr mit Mikronährstoff-Supplementation nicht vergessen: reconbene® auf Basis des Molkenproteins, ohne Fett, kann dabei eine adäquate Therapie sein. Dazu 2-4 Single-Shots täglich. Mit 4 Single Shots führen Sie 800 IE Cholecalciferol und 980 mg Kalzium zu.

+ Setzen Sie zur Verlaufskontrolle des Gewichtsverlustes die BIA-Messung ein, um einem möglichen Muskelabbau rasch entgegenwirken zu können.